Twitter-Spamfalle: „Bad Blog about you“ bekämpfen

Wenn Sie momentan immer wieder Direktnachrichten über Twitter bekommen, die Sie angeblich auf schlechte Blogeinträge über Sie hinweisen, seien Sie misstrauisch.

Auch ich habe die Nachrichten erhalten:

I saw a real bad blog about you, you seen this?http://t.co/YL8AxnP  There is a rumor/bad blog going around about you fot.li/14 might want to check it out...

Was tun, wenn Sie die Nachricht erhalten?

Auf keinen Fall auf den Link klicken und dann noch mal das Passwort eingeben, denn das macht Sie zum Opfer. Dann senden Sie selbst die Nachricht weiter an Ihre Kontakte. Informieren Sie die Person, die Ihnen die Nachricht geschickt hat über eine Direktnachricht oder über eine offene @Nachricht, dass sie einen Virus verbreitet. Seien Sie aber so nett und schicken Sie den Link nicht mit (das habe ich anfangs irrtümlich gemacht).

Was tun, wenn Sie Opfer geworden sind?
Wenn Sie von jemandem informiert wurden, dass Sie diesen Virus verbreiten oder es selbst bemerkt haben, sollten Sie den folgenden 3 Schritten folgen:

  1. Ändern Sie Ihre Passwörter für Twitter, Ihr Twitter-Programm am Handy und auch bei Facebook. So können die Virusersteller schon mal nicht mehr in Ihren Account einbrechen.

  2. Loggen Sie sich in Twitter ein. Gehen Sie in die schwarze Leiste oben ganz nach rechts auf den Pfeil nach unten und Klicken Sie auf „Einstellungen“. Dann im Karteireiter „Applikationen“ nach verdächtigen Applikationen. Löschen Sie alle, an die Sie sich nicht erinnern können umgehend.

  3. Überprüfen Sie Ihre Ausgangsbox bei den Direktnachrichten und informieren Sie alle, die von Ihnen eine virenbefallene Nachricht bekommen haben, dass Sie vor dem Klick auf den Link warnen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit solchen Viren? Wie gehen Sie dagegen vor? Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen und Meinungen in den Kommentaren!

Ihre

Sandra Staub
Twitter Trainer

P.S.: Vielen herzlichen Dank an Cornelia Reichel von http://www.homestaging-corneliareichel.de/ bei der Aufklärung des Virus.

Tipps & Tools für Twitter DM-Antworten

Die einen nennen es eine großartige Segnung, die anderen die hirnloseste Automation der Welt: Auto-DMs spalten die Twitter-Welt.

Auto-DM ja oder Nein?

Das werde ich sehr oft gefragt und doch habe ich keine Standard-Antwort. Oft nerven die Nachrichten nur, weil sie scheinbar alle aus einer Anmeldungs-Email für einen uralten E-Mail-Verteiler geklaut sind. Sind die DirectMessages aber ein netter, nicht abgenutzter Text, der immer wieder mal ausgetauscht wird, kann es eine unglaubliche Zeitersparnis für eine menschliche Geste sein. Ich selbst begrüße neue Follower mit einer scheinbar persönlichen Jubelnachricht, die ich von Zeit zu Zeit umschreibe.

Meine Lieblings Tools

Ein toller Gratis-Dienst ist http://twitterdmer.com/ Dieser erlaubt kostenlose, clevere DMs mit Platzhaltern. So kann man etwa jeden neuen Follower mit (angegebenem) Vornamen ansprechen. Sie müssen aber die Platzhalter nicht nutzen und können die DMs einfach verwenden um Ihre Neuzugänge zu begrüßen. Tipp: Einmal im Quartal eine neue Nachricht erstellen, damit sich die Wiederfolger nicht langweilen.

TWITTERDMer

Mein persönlicher Tipp ist http://www.socialoomph.com/ Dort gibt es (aktuell) zwar nicht die cleveren DMs mit Platzhaltern aber dafür können dort mehrere Nachrichten rotierend eingestellt werden. Ein nettes Feature um auch für ein ganzes Jahr immer frische Nachrichten auf Lager zu haben. Ich nutze dort noch einen Gratis-Account aus Twitter-Urtagen- der Service ist inzwischen aber kostenpflichtig geworden, aber jeden Cent wert.

socialoomph

Welche Erfahrungen haben sie mit Twitter Direktnachrichten gemacht? Welche Tools nutzen Sie? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Ihre
Sandra Staub
TwitterTrainer

Das Geheimnis der RTs

Seit einigen Tagen wissen wir, dass Twitter ein Nachrichtenmedium ist und kein “echtes” soziales Netzwerk. Dies enthüllte eine koreanische Studie, die übrigens wirklich lesenswert ist und dank einem Artikel in der FAZ sich wie ein Lauffeuer im Twitter-Netzwerk weiter verbreitet hat.

Trotzdem werden wir Twitter weiterhin zu den Social Media Instrumenten zählen müssen. Denn angemeldete Nutzer haben immer noch Vorteile gegenüber nicht angemeldeten Surfern: Private Direct Messages, eigenen News-Feed von spannenden Quellen zusammen stellen und selbst als Nachrichtenträger fungieren. Genau dieser letzte Punkt wird immer wichtiger, um für Twitter für die eigene Kommunikation zu nutzen. Denn wer viele RT - sprich ReTweets - erzeugen kann, verteilt seine Nachricht stärker im relevanten Netzwerk.

Wie wird man ReTweetet?

Ich empfehle immer, sich einfach die erfolgreichsten Accounts anzusehen: Meist Newsaggregatoren wie “Mashable” und klassische Medien. Sie erreichen ReTweets durch spannende, kurze Headlines und Links zu wirklich guten Inhalten. Sehr beliebt sind Listen-Artikel (Die Top 5…), Tagesgeschehnisse, Expertenkommentare mit steilen Thesen (siehe Sascha Lobo), Bilder, Videos und natürlich Tratsch.

Sie bekommen nur wenige RTs?

Schritt 1: Überprüfen Sie, ob Ihre Headlines und Inhalte die Zielgruppe interessieren. Fragen Sie einfach mit einer DM bei einigen Usern nach. Oder starten Sie eine Umfrage, um die Meinungen der Leser einzuholen.

Schritt 2: Vielleicht wissen Ihre Leser nicht, dass Sie sich RTs wünschen. Schreiben Sie nach der Headline und dem Link einfach “pls RT” hin. Die Twitterati werden Sie verstehen und bei Gefallen Ihren Artikel weiter tragen.

Schritt 3: Eventuell haben Sie zu wenige Leser, die Ihrer Zielgruppe entsprechen. Wenn Sie Babyfläschchen-News verbreiten möchten, werden sich nur wenige Motorradfreunde dafür begeistern können. Suchen Sie gezielt in öffentlichen Tweets nach Schlagwörtern, die zu Ihrem Thema passen und sprechen Sie die User an. Mit dieser Methode werden Sie nicht 500 User in 2 Wochen bekommen. Die gewonnenen User interessieren sich aber viel mehr für Ihre Inhalte.

Haben Sie noch mehr Tipps rund um das Geheimnis des RTs?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar oder tweet an @die_trainerin

Ihre

Sandra Staub

TwitterTrainer